Bambus statt Melamin

Geschirr und Produkte aus Bambus enthalten kein Melamin

Dieser simple Vorteil mag zuerst gar nicht so spektakulär klingen. Dennoch ist der Bestandteil Melamin in gewöhnlichem Geschirr nicht zu unterschätzen. Das hat mehrere Gründe, die hier kurz beleuchtet werden sollen.


Die farbenfrohen, bruchsicheren und kratzfesten gewöhnlichen Kunststoffe enthalten oft Melamin, welches sich ab einer Temperatur von 70°C lösen. Da der Stoff in Verdacht steht gesundheitsschädlich zu sein, wird vor einer Nutzung oberhalb dieser Temperatur gewarnt. Schaut man sich nun den „gewöhnlichen Alltag von Geschirr“ an, merkt man, dass diese Temperatur rasch erreicht wird. Man denke nur an das Erhitzen von Flüssigkeiten in der Mikrowelle. Oder an einen Kochlöffel aus Kunststoff, der in einer heißen Pfanne zum Einsatz kommt. Hier liegt klar der Vorteil auf Seiten von Geschirr und Produkten aus Bambus. Denn sie kommen ohne den möglicherweise schädlichen Bestandteil aus.

Der in der Kritik stehen Bestandteil löst sich leider nicht nur durch hohe Temperaturen, sondern auch durch Fette, Salze und Säuren. Da diese untrennbar mit der Küche und dem täglichen Gebrauch verbunden sind, ist diese Gefahrenquelle als noch höher einzustufen. Abhilfe schaffen hier Materialien wie Edelstahl, Glas oder eben Geschirr aus Bambus.

Melamin wird den Kunststoffen zugesetzt, damit sie zumindest bruchsicher werden. Das Melamin verstärkt die Verbindung im Kunststoff. Dadurch wird die Abbaufähigkeit erheblich reduziert. Mit anderen Worten: Das Melamin macht den Kunststoff so stabil, dass er sich nur sehr schwer recyceln lässt. Zwar gibt es die Möglichkeit die Kunststoffe zu verkleinern und als Pulver weiter zu verarbeiten. Jedoch liegen die Abfallprodukte nie sortenrein vor und eine Sortierung und Weiterverarbeitung wird somit teuerer. Ein weiterer klarer Vorteil von Produkten aus Bambus: Diese sind zumeist rein natürliche Rohstoffe, die sich daher leicht biologisch abbauen und recyceln lassen.